Behçet-Syndrom

Das Behçet-Syndrom – selten und oft unerkannt

Es gibt mehr als 6.000 seltene Erkrankungen, einige davon sind trotzdem relativ bekannt. Doch es gibt Krankheiten, die sogar so selten sind, dass oftmals nicht einmal Ärzte sie kennen. Die Behçet-Krankheit, auch Behçet-Syndrom oder Morbus Behçet genannt, ist eine systemische (d. h. ein ganzes Organsystem betreffende) Erkrankung. Genauer gesagt handelt es sich um eine entzündliche Gefäßerkrankung (Vaskulitis oder auch Vaskulitiden) mit rheumatischen Symptomen, an der in Deutschland rund einer von 100.000 Menschen erkrankt. Dabei stehen Entzündungen der kleinen Blutgefäße in Haut und Schleimhäuten im Vordergrund.

Warum das Behçet-Syndrom oft lange unerkannt bleibt

Da die Entzündungen in jedem Organsystem auftreten können, ist die Vielfalt der Symptome bei Behçet-Syndrom-Patienten groß. Bei fast allen Erkrankten bilden sich schmerzhafte Geschwüre (Aphthen im Mund bzw. auf der Zunge), die immer wiederkehren und nur sehr langsam abheilen. Daneben können aber auch Augenentzündungen mit Sehstörungen, Gelenkschmerzen und andere Symptome auftreten, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Die Symptome kommen außerdem nicht zwangsläufig gleichzeitig vor.

Hier den roten Faden zu erkennen und das Behçet-Syndrom als Ursache auszumachen, ist für Ärzte oftmals schwierig. Weil die Krankheit so viele Gesichter hat, kann es daher lange dauern, bis die richtige Diagnose gestellt wird. Für Sie ist der wichtigste Schritt also bereits getan: Ihre Erkrankung wurde richtig diagnostiziert und kann nun behandelt werden. Die Aussichten auf eine Linderung Ihrer Symptome sind gut!

Weitere wichtige Informationen und hilfreiche Tipps zu den Themen Sport und Ernährung beim Behçet-Syndrom (Morbus Behçet) erhalten Sie hier im Rahmen des Therapie-Begleitprogramms THEO. Bei Fragen zum Programm wenden Sie sich gerne an unser THEO-Serviceteam kostenfrei unter 0800 37 33 010, kontakt@deinTHEO.de oder Ihren behandelnden Arzt.

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